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  Valéry Giscard d'Estaing (1974-1981)
 

Ehemaliger Präsident der Französischen Republik,
Abgeordneter der Nationalversammlung, ehemaliger
Abgeordneter des Europaparlamentes. Geboren am 2.
Februar 1926 in Koblenz (Deutschland). Sohn des
Edmond Giscard d'Estaing, Generalinspektor im
Finanzministerium, Mitglied des Institut de France
(1894-1982), und der May Giscard d'Estaing, geborene Bardoux. 

Vorfahren
Sein Großvater Jacques Bardoux (1874-1959) war Senator und Mitglied
des Institut de France; sein Ururgroßvater Agénor Bardoux (1829-1897) war
Minister für öffentliches Unterrichtswesen (1877-1879), Senator und
Mitglied des Institut de France. 
MVerehelicht am 17. Dezember 1952 mit Frl. Anne-Aymone Sauvage de
Brantes (4 Kinder: Valérie-Anne [Frau Bernard Fixot], Henri, Louis, Jacinte
[Frau Philippe Guibout].

Ausbildung
Gymnasium Blaise-Pascal in Clermont-Ferrand, Schule Gerson und
Gymnasien Janson-de-Sailly und Louis-le-Grand in Paris. 

Diplom
Studium an der Ecole polytechnique. 

Laufbahn 
Studium an der Ecole nationale d'administration (1949-1951), 
stellvertretender Generalinspektor im Finanzministerium
(1952), 
Generalinspektor im Finanzministerium (1954), 
Stellvertretender Direktor des Leitungsstabs von Edgar Faure
(Ministerpräsident, Juni-Dezember 1954), 
Wahl zum Abgeordneten der Nationalversammlung des Departements
Puy-de-Dôme am 2. Januar 1956, 
Wiederwahl im Wahlkreis von Clermont Nord und Südwest am 30.
November 1958, 
Mitglied der französischen Delegation bei der XI. Sitzung der
Vollversammlung der Vereinten Nationen (1956-1957), 
Generalrat des Kantons Rochefort-Montagne (1958-74), 
Staatssekretär für Finanzen (Januar 1959), 
Finanzminister (Januar-April 1962), 
Minister für Finanzen und wirtschaftliche Angelegenheiten (April-November
1962), 
Abgeordneter des Departements Puy-de-Dôme (November-Dezember
1962),
Minister für Finanzen und wirtschaftliche Angelegenheiten (1962-1966), 
Wiedereintritt in die Generalinspektion der Finanzen (1966-67), 
Vorsitzender der Fédération Nationale des Républicains Indépendants
[Nationale Vereinigung der unabhängigen Republikaner] (1966), 
Abgeordneter des Departements Puy-de-Dôme
(2. Wahlkreis: Clermont Nord und Südwest)
(1967-69), 
Vorsitzender des Ausschusses Finanzen,
allgemeine Wirtschaft und Wirtschaftsplanung
in der Nationalversammlung (1967-68), 
Vorsitzender (1970) des Rates der Organisation
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), 
Minister für Wirtschaft und Finanzen (1969-1974), 
Ministre d'Etat,
Minister für Wirtschaft und Finanzen (1. März - 27. Mai 1974), 
Präsident der Republik (19. Mai 1974 - 19. Mai 1981), 
Mitglied von Rechts wegen des Verfassungsrates (seit 1981), 
Stadtrat von Chamalières (1974-77), 
Generalrat des Departements Puy-de-Dôme (Kanton Chamalières)
(1982-1988),
Abgeordneter der UDF (Union für die französische Demokratie) des
Departements Puy-de-Dôme, 2. Wahlkreis (1984-1989), 
Präsident des Regionalrates der Auvergne (seit 1986), Abgeordneter des
Europaparlamentes (1989-1993) (gemeinsame UDF/RPR-Liste), 
Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung
(1987-1989),
Gründungspräsident der Clubs Perspectives et Réalités [Clubs
Perspektiven und Realitäten),
Vorsitzender der UDF (1988-1996), 
Vorsitzender der internationalen Europabewegung (seit 1989), 
Vorsitzender der Association nationale des élus régionaux (Aner, nationale
Vereinigung der regionalen gewählten Volksvertreter) (seit 1992),
durch die Vereinigung der Präsidenten der Regionalräte (1992-1998) ausgewechselt


Wahl zum Abgeordneten des Departements Puy-de-Dôme am 21. März
1993 – wiedergewählt am 1. Juni 1997
gemeinsame Liste der Gruppe Union für die französische Demokratie und des Zentrums, Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung (März 1993 - Juni 1997)
Mietglied der Königsakademie der Wirtschafs- und Finanzwissenchaft (Spanien) seit 1995


Werke
Démocratie française [französische Demokratie] (1976)
Deux français sur trois [Zwei von drei Franzosen] (1984, 2. Auflage 1985)
Le Pouvoir et la vie (1988), [Macht und Leben] (1988),
L'Affrontement [der Zusammenstoß] (1991), 
Le Passage [der Übergang] (Roman, 1994), 
Dans cinq ans, l'an 2000 [In fünf Jahren das Jahr 2000] (Essay, 1995). 


Orden
Großkreuz der Ehrenlegion und des nationalen Verdienstordens,
Kriegskreuz 39-45.

Auszeichnungen
Ehrendomherr des Ordens Saint-Jean-de-Latran (1978), 
Nansen-Medaille. 
Bailli Großkreuz von Ehren und Verehrung des souveränen Ordens von Malta.


Quelle: Who's Who in France, 2000